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 über das Trimmen
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    Über das Trimmen:

    Wie die meisten Terrierrassen verliert auch der Irish Terrier seine Haare nicht ganz von alleine. Das hat den Vorteil, dass man nicht jahreszeitlich bedingt andere Teppich- und Polstermöbelfarben im heimischen Wohnzimmer findet, als ursprünglich angeschafft worden sind.

    Andererseits erfordert dieser Umstand eine spezielle Art der Fellpflege, das Trimmen.

    Die abgestorbenen Haare stecken in der Oberhaut noch fest und müssen von Hand entfernt werden. Dies geschieht je nach Fellbeschaffenheit alle drei bis vier Monate „komplett“ oder es wird ständig (ca. alle vierzehn Tage) nachgetrimmt, das heißt, die jeweils zu langen Haare werden korrigierend immer wieder entfernt.

    Hier einige Bilder, die zeigen wie der Unterschied zwischen getrimmten und ungetrimmten Partien aussieht:

    Ein Abscheren der Haare darf nicht erfolgen!

    Das Trimmen kann mit einem so genannten Trimmmesser erledigt werden, was aber auch den Nachteil haben kann, dass Haare abgeschnitten werden, die „noch nicht dran“ sind. Das Trimmmesser ähnelt einem kleinen Kamm mit angeschliffenen Zinkenzwischenräumen. Wenn man diese stumpf feilt, verringert sich die Gefahr des Abschneidens von Haaren.

    Ich bevorzuge das Trimmen mit den Fingern. Hierbei wird mit Hilfe einer Gummikappe (Fingerling), zum Beispiel Laborfingerlinge oder eigens dafür im Fachhandel erhältlichen etwas dickeren Fingerlingen, das Haar ausgezupft. Man nimmt ein kleines Haarbüschel zwischen Daumen und den mit Fingerling versehenen Zeigefinger und rupft das Büschel entschlossen mit einem Ruck (wie Pflaster abreißen) mit der Wuchsrichtung der Haare aus. Niemals gegen den Strich rupfen und zu Beginn lieber weniger Haare nehmen als zu viele. Entsteht doch einmal eine kahle Stelle, keine Panik, sie wächst wieder zu.

    Ich gehe folgendermaßen vor:

    Ich beginne auf einer gedachten Querverbindung am Ohransatz hinten und trimme den Nacken und den Rücken (die so genannte „Decke“) entlang bis einschließlich der Rute

    (Abb. 1). 

    Hier gilt es vorsichtig zu sein, in der Mitte der Rute befindet sich auf deren Oberseite eine Drüse, in deren Bereich keine Haare wachsen. Damit man diese Stelle nicht völlig „freilegt“ empfiehlt es sich, hier einige längere Haare stehen zu lassen und später zu korrigieren. Die oberste Spitze der Rute wird geschnitten und zwar in eine etwas spitze Form.

    Im nächsten Arbeitsgang trimme ich wieder von den Ohren her die Schulter, den Hals und die Brust.

    (Abb. 2)

    Der „Kobrakragen“ macht hier oft besondere Mühe, da die Haare meist recht fest sitzen. Wichtig ist, an diesem Zusammenstoß zweier Wuchsrichtungen diese jeweils beim rupfen zu berücksichtigen. Die Brust sollte soweit abgetrimmt werden, dass keine Haare in der Seitenansicht zwischen den Vorderläufen nach vorne herausstehen. Die langen Haare am Ellenbogen werden so kurz abgetrimmt, dass sich in der Seitenansicht eine möglichst gerade Linie von Schulter hinten bis zur Rückseite des vorderen Sprunggelenks ergibt.

    Es folgen im dritten Arbeitsgang die Seiten inklusive Hinterhand.

    (Abb. 3)

    Im Bereich der Brust trimme ich vorsichtig bis an die Zitzen heran, zunächst aber nicht weiter. An der Flanke trimme ich nur oberhalb der Hautfalte und an der Hinterhand schräg vom Übergang Flanke/Hinterhand bis zu hinteren Sprunggelenkrückseite. Man sollte darauf achten, dass der große Hinterhandmuskel etwa auf der Mitte abgetrimmt wird und anschließend ein sanfter Übergang zwischen kurzem Haar oberhalb und langem Haar unterhalb entsteht.

    Am Hinterteil werden die Haare, die von außen an den Spiegel heranwachsen vorsichtig abgetrimmt, die inneren werden mit einer scharfen, gebogenen Schere gekürzt. Die endgültige Gleichmäßigkeit dieser sehr kurzen Haare lässt sich am Besten mit einer so genannten Klippschere erreichen, der Umgang damit ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Man darf dem Hund auf keinen Fall durch Einklemmen der Haare Schmerzen zufügen.

    Auch die Haare um den After und die Genitalien werden vorsichtig mit der Schere gekürzt.

    Es ist sinnvoll bereits mit dem ganz jungen Hund das Kommando „Steh“ eingeübt zu haben, damit dieser wirklich bewegungslos steht während an dieser empfindlichen Partie geschnitten wird. Eine gute Beleuchtung ist von Vorteil, man erledigt diese Arbeit am besten bei etwas Gegenlicht.

    Haben sich an den Genitalien Verklebungen durch Kot oder Urin gebildet, ist es am einfachsten, diese mit Bepanthen-Salbe (oder einer anderen fetthaltigen Heilsalbe) einzureiben und etwa zehn bis fünfzehn Minuten zu warten (bzw. etwas anderes trimmen, damit der Hund die Salbe nicht ableckt). Anschließend kann man die inzwischen weich gewordenen Verkrustungen mit Klopapier entfernen.

    Nun werden alle Übergänge etwas angeglichen (Schulter/Vorderläufe, Hinterhand/Hinterläufe, Seiten/Brust) und die langen Haare an den Läufen etwas ausgedünnt. Hier nicht zu viel entfernen, die Haare an den Läufen wachsen langsamer nach, als am Rumpf.

    Als letztes kommt der Kopf an die Reihe. Dies erfordert schon einige Erfahrung und wer sich seiner Sache nicht ganz sicher ist, sollte durchaus einen erfahrenen Trimmer mit dieser Aufgabe betrauen. Durch Zuschauen, Mithelfen und Nachfragen lernt man es am Besten.

    Die Haare werden entlang einer gedachten Linie zwischen äußerem Augenwinkel und Mundwinkel kurz getrimmt.

    (Abb. 4)

    Was davor wächst, bleibt stehen, der Bart wird bei starkem Wuchs mit der Schere egalisiert. 

    Ganz vorsichtig werden die Haare am inneren Augenwinkel entfernt, bis der Hund wieder freie Sicht hat. Zwischen den Augen bleiben die Haare lang, so dass sich beim nach-vorne-kämmen ein Dreieck ergibt.

    Auf dem Oberkopf werden alle Haare hinter einem gedachten Bogen zwischen den äußeren Augenwinkeln so abgetrimmt, so dass auch hier ein Übergang entsteht.

    Besonders wichtig sind die Ohren. Hier sollen immer alle langen Haare vor dem Ohr entfernt werden, damit der Hund das Ohr ohne Widerstand der Haare ordentlich stellen kann. Auf dem Ohr und an den Rändern werden ebenfalls die langen Haare entfernt.

    (Abb. 5)

    Die Haare an den Pfoten kürze ich mit der kleinen Pfotenschere indem ich sie gegen den Strich aufwärts bürste und dann abschneide. Die Haare an der Unterseite werden so geschnitten, dass alles was zwischen den Ballen hervor wächst abgeschnitten wird, aber nicht zwischen den Ballen schneiden. Die Krallen werden bei Bedarf mit einer Krallenschere mit Begrenzer gekürzt; bei Hunden, die auch regelmäßig auf Asphalt laufen ist dies normalerweise nur an der Daumenkralle nötig. Die Pfoten sollen am Ende möglichst klein aussehen und die gerade Linie des Beines fortsetzen.

    Ich bitte, gewisse zeichnerische Unzulänglichkeiten zu entschuldigen und wünsche viel Spaß beim Trimmen. Für mich ist es nicht nur Arbeit, sondern auch eine gute Möglichkeit, die Beziehung zu meinen Hunden zu vertiefen. Ich trimme übrigens maximal ca. 1 Stunde am Stück, damit es dem Hund nicht allzu langweilig wird, bin aber nach drei Tagen spätestens fertig. Zum Knabbern gibt es auf dem Trimmtisch immer etwas Leckeres, aber auch hartes (z.B. getrocknete Rinderkopfhaut), damit der Hund lange beschäftigt ist. Am Ende folgt jedes Mal gründliches Bürsten mit einer weichen Bürste und eine liebevolle Massage mit viel Lob, bevor er dann vom Tisch darf, natürlich nur nach Erlaubnis.

    Weiter Tipps und Hinweise zum Trimmen finden sich auch auf den Seiten:

www.irish-terrier-freunde.de.vu

www.flealess.org/irishterrier.html

Materialliste für das Trimmen:

    Stabiler Tisch mit rutschfester Unterlage oder spezieller Trimmtisch (bekommt man auf größeren Ausstellungen oder direkt bei der Firma „ehaso“)
    Terrierstriegel (mit Kunststoffkappen)
    Grober und feiner Kamm
    Fingerlinge (Laborfingerlinge sind erhältlich in Apotheken, die etwas dickeren, schwarzen z.B. im Futterhaus, gut sind auch die grünen, die bei der Post benutzt werden)
    Scharfe gebogene Schere (möglichst mit abgerundeten Spitzen)
    Kleine Pfotenschere (mit abgerundeten Spitzen)
    Weiche Bürste
    Bepanthen-Salbe (oder vergleichbare)
    Knabberzeug
    Krallenschere mit Anschlag

 

 

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